CGH Earth shortlisted for National Geographic World Legacy Awards

We are happy to share with all our friends that CGH Earth has made it to the final list for world legacy awards by National Geographic in partnership with ITB Berlin. 150 entries were received from 51 countries, 6 continents. 15 finalists selected. We are one of the 3 selected in the category- Sense of Place. This is an endorsement for our core values which has resulted in the preservation of the authentic and the local.
‪#‎CGHEarth‬ ‪#‎Finalist‬ ‪#‎WorldLegacyAwards‬ ‪#‎NationalGeographic‬‪#‎ITBBerlin‬

http://www.nationalgeographic.com/worldlegacya…/winners.html

 

Autumn colours

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The colours of life are changing, once more

Reflections in the water, as never seen before

Looking back at the warmth of the year gone by

Snow will be covering what the year brought by

Time to reflect and meditate on the northern winds

A blessing only the harsh, cold winter brings

Sunset musings

After a hard night’s work

Kerala, India

Nepal – Juli 2015

Eine erlebnisreiche Reise zum Himalaya nach dem Erdbeben 

Im Juli war ich mit meiner Partnerin in Nepal. Die Reise war noch vor dem Erdbeben geplant worden. Da ich eine lange gemeinsame Geschichte mit dem Land am Himalaya habe, wollten wir die Reise auch nicht absagen. Viele Freunde von uns sind dort vom Tourismus abhängig und auf Besucher angewiesen.

Als erste Reaktion auf die Beben organisierten wir dann das Kleinprojekt “Travel helps Travel”. Viele Freunde halfen uns, das Projekt publik zu machen und Geld zu sammeln.

An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Spender!

Unsere Reise wurde nun um einen Zweck erweitert, diese gesammelten Gelder wirklich dort zu platzieren, wo Hilfe notwenig ist. Gleichzeitig wollten wir aber auch “unsere” geplante Reise durchführen und mit dem Motorrad von Kathmandu nach Mustang fahren. Eine Reise über Monsun geplagte Straßen, durch das tiefste Tal der Welt bis auf 3900 Meter hoch nach Muktinath.

Natürlich wollte ich als Touristiker auch mit eigenen Augen sehen, wie schlimm die Situation vor Ort wirklich ist. Die Medien spielen in solchen Fällen meist eine stark negative Rolle, in dem sie die Realität schlimmer darstellen, als sie in Wirklichkeit ist.

Hier also ein kleiner Bericht über Tourismus, Erdbeben, Hilfe (schenken) und warum wir denken, dass Nepal besonders jetzt einen Besuch wert ist.

Kathmandu – Ankunft

Für meine Partnerin und mich war es eine spezielle Ankunft. Sie das erste Mal am Fuße des Himalaya und ich, schon oft gesehen und erlebt, jedoch aufgewühlt, was uns erwartet.

Der Flughafen, gebaut als ich vor 30 Jahren in Nepal arbeitete, war immer noch genau gleich mit seinem “Nepali Geruch”, schmutzigen Toiletten, doch einer sehr schnellen Abfertigung. Draußen ein Wiedersehen mit Aman, einem Freund, den ich schon lange kenne. Die Fahrt in die Stadt führte zu meiner Überraschung nicht durch eine von den Medien gezeigten “zerbombte” Stadt, sondern durch Straßen mit intakten Häusern und Geschäften. Natürlich sahen wir hier und dort ein paar Schäden, aber viel weniger als erwartet. Die Infrastruktur schien überall intakt.

Auch im “Kantipur Temple House” war alles beim Alten, außer dass wir praktisch alleine im hübschen Boutique Hotel in der Nähe des Thamel waren. Gäste gab es so gut wie keine.

Ein kleiner Rundgang mit Aman zeigte uns dann schon, dass das Beben nicht spurlos an der Stadt vorbei gegangen war. In der Altstadt, wo die Häuser aus Lehm und Mörtel gebaut sind gab es doch viele Schäden und sogar eingestürzte Häuser. Aber auch hier war das Bild besser, als ich in den Medien gelesen und gesehen hatte.

Die Reise

Wir entschieden am nächsten Tag doch erstmal unsere Reise in den Westen zu machen. Dort hatte das Beben fast keine Schäden hinterlassen und der große Regen war auch noch nicht eingetroffen. Dies wollten wir nützen, denn Erdrutsche sind auch in einem normalen Monsun überall möglich. Also holten wir uns unsere Motorräder, zwei 250cc Off Road Bikes von Honda. Zwar liebäugelten wir zuerst mit den Royal Enfields und dem coolen Sound, doch am Schluss entschieden wir uns für die Stollenbikes, eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte.

Die Reise gegen Westen – Bandipur

Der nächste Tag begann mit einer neuen Welt, fahren auf der “falschen” Seite, Abgase und Chaos in Nepals Hauptstadt. Für mich war es etwas einfacher, hatte ich doch mal hier gelebt, also hängte sich Sibylle bei mir an. Das Kathmandutal ist ein Chaos sondergleichen. Lastwagen, Motorräder, Fahrräder, Rikshas und zwischendurch Menschen und Kühe die über die Straße drängten. Der erste Ritt auf unseren Holperstühlen brauchte dann auch seine Zeit, bis wir endlich auf dem ersten Pass über dem Tal standen.

Der Anblick über Nepal’s Hügel und Täler ist immer wieder überwältigend. Hinter uns die Pfanne von Kathmandu, vor uns die ewigen Hügel mit den schier endlosen Reisterrassen.

Der erste Tag wurde für uns zum Abtasten des Verkehrs, schließlich fuhren wir die ersten 100 Km auf der meist befahrenen Verbindungsachse mit Indien. Zu unserer Überraschung war die Straße in gutem Zustand und die Spuren des Erdbebens kaum irgendwo sichtbar.

Bandipur – ein Autofreies Newari Dorf 

Ursprünglicher und traditioneller als das ebenfalls autofreie Zermatt präsentierte sich das kleine Dorf Bandipur hoch über dem Tal auf einer Hügelkuppe mit genialer Sicht auf den Himalaya. Unsere Unterkunft, das kleine “Gaunghar” war sauber, einfach und hübsch mit einer ausgezeichneten Küche. Wir bauten einen Tag zum Entspannen ein. Kleine Spaziergänge und endlich wirklich “Ankommen” in Nepal.

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Pokhara – am Fusse des mächtigen Annapurna

Pokhara, das Mekka der Annapurna Trekker, war beängstigend menschenleer. Keine Spur von Erdbeben, keine Schäden, nichts und doch keine Besucher. Die vielen kleinen Restaurants, Läden und Hotels erleben eine harte Zeit. Viele sind eingemietet und können die Miete nicht bezahlen. Die Hotels und Restaurants schicken ihre Angestellten in die Dörfer zurück.

Für viele ein hartes Los, von den Medien und dem Tourismus abhängig zu sein. Bleibt zu hoffen, dass der Tourismus sich bald wieder etwas auffängt und die Besucher zurück kommen.

Tatopani – das tiefste Tal der Welt

Und dann ging’s ab in die Hügel. Zuerst noch auf Asphalt oder wie in Nepal üblich teilweise Asphalt im Wechsel mit den schönsten Schlaglöchern der Welt. Ab und zu eine Furt zur Flussüberquerung, schließlich ist das günstiger als Brücken bauen. Ich nahm dann in Kusma noch die falsche Abzweigung und bescherte uns die erste Schotterstrasse mit Neigungen, die sich normalerweise eher zum Klettern eignen. Schon dachten wir, das ist wohl das schwierigste Stück des Weges, aber weit gefehlt ;-).

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Nach Beni hörte dann der Begriff “Straße” endgültig auf. Kurz nach Beni dann die erste wirklich große Hürde. Ein Felsabbruch hatte hier vor ein paar Tagen noch das ganze Tal versperrt und das Militär wollte schon die Bevölkerung flussabwärts evakuieren, als der Fluss dann schließlich doch noch einen Weg fand. Fast von Hand war hier jedoch schon eine Piste entstanden, die sich in Kurven über den gewaltigen Schuttkegel wand. Mit Schlamm bis zur Achse wurde es dann schon eher ein Murksen und Schieben bis die ca. 7 KM (laut KM Zähler von meinem Moto) überwunden waren. Stellen Sie sich einfach mal die Dimension dieses Abbruchs vor, dass man glatte sieben Kilometer brauchte um darüber weg zu kommen. Gegen Abend erreichten wir dann auch völlig geschafft Tatopani, einen Ort auf 1100 Metern Höhe im Kali Gandaki, Ausgangsort zum tiefsten Tal der Welt.

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Tatopani nach Ghasa (von 1100 auf 2100 Meter in 20 km)

Am nächsten Tag ging es ging bergauf, bergauf und nochmals bergauf. Die Straße war ein ausgewaschenes Flussbett mit den obligaten Wasserdurchfahrten und elend langen Schlammstellen, damit uns auch ja nicht langweilig wurde. Die Straße wand sich am Fluss entlang und über uns konnten wir die über 8000 Meter hohen Riesen Annapurna und Dhaulagiri nur erahnen, die dieses Tal zur tiefsten Schlucht der Welt machen. Oft führte die Piste an endlos tiefen Abgründen vorbei und jeder Stein, der das Vorderrad wieder mal Richtung Tiefe schob, wurde von einem Adrenalinschub begleitet. Zudem machte mein gelbes Moto nicht gerade mit, wenn ich mal wieder ein wenig Extraschub brauchte und die Kupplung lief oft mal heiß. Zum Glück hatte Sibylle ein neues Motorrad, das um einiges besser zu fahren war. Ihr Problem war eher, dass sie auf dem hohen Sitz nur mit den Fußspitzen zu Boden kam, nicht gerade ideal, wenn es auf einer Seite ein paar hundert Meter in die Tiefe geht.

Ach ja, da war noch der Rupse Wasserfall. Wildwasser bis zum Tank und nur mit einheimischer Hilfe zu bewältigen. Mutig stürzten sich ungefähr 6 Männer in die Fluten und schoben, trugen das Moto sicher auf die andere Seite. Wir hatten das Privileg den Fluss auf zwei über den Fluss gelegten Baumstämmen zu überqueren.

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Eigentlich wollten wir weiter hoch bis Lete, entschieden uns dann aber, in Ghasa Halt zu machen. Dort übernachteten wir in einer Lodge, die schon bessere Tage gesehen hatte. Doch die Besitzerin war super nett und das Essen exzellent.

Begegnung in Ghasa

Im Gespräch mit der Besitzerin erfuhren wir dann viel über ihre Familie und die neuen Umstände seit dem Bau der Straße. Sie ist stolze Mutter von vier Kindern, die alle studieren, zwei davon sogar in Bangladesh. Bald wird sie stolze Mutter von einem Arzt einer Ingenieurin und einer Doktorandin in Literatur sein. Das Jüngste geht noch in Kathmandu zur Schule. Eigentlich kaum zu glauben, wenn man die Abgeschiedenheit des Ortes kennt. Der Tourismus in Ghasa hat sich seit der Straße drastisch verändert. Vor der Piste, die hier sogar liebevoll “Highway” genannt wird, war hier ein wichtiger Übernachtungsort für die Trekker. Heute wollen alle schneller rings um den Annapurna und lassen sich von Tatopani nach Jomsom mit dem 4 x 4 chauffieren. Die Mutigen nehmen sogar den lokalen Bus, der hier nach der Regenzeit wieder verkehren soll.

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Lete – Alpenidylle am Himalaya

Mit müden Gliedern ging’s am nächsten Tag weiter talaufwärts. Endlich waren wir hinter dem Himalaya und im Schatten des Monsuns angelangt. Die gewaltigen Massive des Annapurna und des Dhaulagiri blocken hier die Wolken und der Regen dringt nur noch spärlich durch.

Kurz nach Ghasa stellt sich denn auch der wirkliche Offroad Fahrspaß ein. Der Schlamm weicht einem festen Untergrund und die Fahrspur ist nicht mehr mit gefährlichen Steinbrocken übersät, die mal halten und sich mal drehen, weg kollern und dem Reifen immer wieder Richtungsänderungen aufzwangen. Die Piste ist weniger ausgewaschen und wir kommen nun zügiger vorwärts.

Plötzlich ebnet sich das Tal und wird breiter. Wir sind in Lete angekommen. Diese Landschaft könnte gerade so auch gut in den Alpen liegen. Nadelwälder, Kartoffelfelder und kühlere Luft. Eine Wohltat nach der wassergesättigten Luft der Regenzone.

Nach Lete ändert sich die Landschaft schnell. Es wird immer karger und bald sind wir in der regenärmsten Zone Nepals. Wir sind endgültig in Mustang angekommen.

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Jomsom – Im Tal der Wüste (hinter dem Himalaya)

Jomsom ist der Ausgangspunkt für die Trekkings nach Lo Manthang, dem halb autonomen Königreich an der Grenze zu Tibet. Es ist auch der Ausgangspunkt für Expeditionen auf den Dhaulagiri oder den Nilgiri, der hier vor der Türe steht. Zudem brauchen viele heute den Flughafen, um den Trek um den Annapurna auf eine Woche zu verkürzen. Eine Tour der vor ein paar Jahren noch 3 Wochen brauchte.

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Jomsom hat ein paar wirklich schöne Lodges, nette Menschen und sogar 3 ATM’s, sollte mal einer funktionieren.

Muktinath – Pilgerziel auf 3900 Metern Höhe

Eigentlich sollte dies die Königsetappe werden, mit dem Motorrad bis auf 3800 Meter hoch. Wir entschieden uns aber dann, einen Tagesausflug mit dem Bus zu machen. Ohne Helm, Ausrüstung, etc. Eine gute Idee. Zeit zum fotografieren, plaudern und die Natur und die Menschen zu beobachten. Ein Tag ohne dauernd auf loses Geröll zu achten, das sich gespickt mit fussballgroßen Steinen gerne auf der Fahrspur breit macht. Der Bus war super farbig und erst noch mit Musik! Wir hatten Glück – die Sonne schien und die Berge zeigten sich den ganzen Tag. Es war einfach ein super schöner Tag.

Muktinath ist Pilgerziel für Hindus und neuerdings auch für Buddhisten. Das war bei meinem ersten Besuch vor 30 Jahren noch nicht so. Da war bloß der kleine Shiva Tempel, ohne Dekoration und religiösen Firlefanz. Heute gibt es buddhistische Gompas und um den Tempel gibt es Gästehäuser, Foto-Sadhus, etc.

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Rückreise nach Kathmandu

Muktinath ist mit dem Motorrad eine Sackgasse und wir fuhren bis nach Kathmandu den gleichen Weg zurück. Zurück ging die Reise etwas schneller und wir hüpften mit dem Motorrad von Stein zu Stein, Pfütze zu Pfütze.

Was uns auf dem Rückweg sehr beeindruckt hat, war der bereits erwähnte schwere Felsabbruch bei Beni. Innerhalb der paar Tage war hier schon fast eine Straße entstanden. Busse und sogar ein paar wagemutige Autos passierten die Stelle schon wieder. Von Hand waren Steine eingefüllt worden, bis eine stabile Spur für Lastwagen und Busse entstand. Einfach einmalig, wie sich diese Menschen in der Not zu helfen wissen.

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Bergsicht wie zur besten Jahreszeit

Von Pokhara und Bandipur hatten wir dann das riesige Glück, den Himalaya zu sehen. Normalerweise ist er während der Regenzeit von gewaltigen Wolken versperrt, doch für uns öffnete er den Schleier und wir hatten 3 Tage lang klare Sicht auf die größten Berge der Welt.

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Reifen Geschichten

Einen platten Reifen zu reparieren kostet übrigens 1 Schweizer Franken. Wenn man einen neuen Schlauch braucht und keinen findet im Dorf, wird trotzdem geholfen. Es wird von einem andern Motorrad der Schlauch ausgebaut, so dass man trotzdem ans Ziel kommt. Der Besitzer des Spender-Schlauchs wartet dann einfach einen Tag oder zwei, bis ein neuer Schlauch eintrifft. Man bezahlt den Schlauch und weil die Arbeit etwas aufwändiger ist halt 2 Franken, statt einen.

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Zweiter Teil der Reise: https://beatgermann.com/2015/09/03/travel-helps-travel-nepal/

“Travel helps travel” – Nepal

Das Projekt “Travel helps travel”

Die Grundidee war, dass nach dem Beben viele Menschen im Tourismus ihre Arbeit verlieren. Durch eine Finanzhilfe der westlichen Reiseveranstalter sollte sichergestellt werden, dass Jobs erhalten werden können. Im Gegenzug sollten dann diese Leute im Wiederaufbau helfen.

Es kommt immer anders. Die Idee, dass man mit den Geldern Jobs erhalten kann ist gut. Unrealistisch erwies sich aber der Gedanke, dass diese Menschen helfen können, da ihnen das Wissen fehlt. Deshalb entscheiden wir, dass wir zusammen mit Subechya und Prabighya und ihrem Team den Bau von Bambusstrukturen unterstützen.

Wir haben für das Projekt bis jetzt 3700 Schweizer Franken gesammelt. Das Geld wurde direkt nach Nepal mitgebracht. Damit finanzierten wir Schulzimmer und Bambushäuser im Kathmandutal. Zudem wurde Aman, ein Reiseleiter, mit 500 Franken unterstützt, damit sein Haus nicht absackt und auseinander bricht. Mit dem Geld kann er nun einen Sockel und eine Stützmauer bauen. Das Nachbarhaus ist unbewohnbar und muss abgebrochen werden.DSCF6655

Sibylle und Aman vor seinem Haus

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Das Haus rechts ist von Aman, das Haus links muss wegen Strukturschäden abgebrochen werden.

Eindrücke im Kathmandu Tal

Nach der Rückkehr aus den Bergen besuchten wir mehrere Tage Orte im Kathmandutal.

Viele Orte sind komplett erhalten, andere dagegen sahen aus als wären sie von Bomben zerstört. Es gibt keine grossflächigen Zerstörungen, fast selektiv wurden bestimmte Stadtteile oder Orte aus allen Fugen gerüttelt. Andere Teile des Tales sind weitgehend intakt.

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Überall im Tal wird aufgeräumt

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Der erste Schritt – Ein Dach über dem Kopf

Für viele Bauern ist jetzt die Zeit des Reis Pflanzens und sie können sich nicht gleichzeitig noch um ihre unbewohnbaren Häuser kümmern. Hier ist das Projekt mit den Bambushäusern sehr effizient, denn diese können fast innerhalb eines Tages erbaut werden und werden dann von den Besitzern nachträglich noch verschönert. Die Menschen haben ein schnelles Dach über dem Kopf. Diese Notbehausungen sind auch viel besser als die zahlreichen Wellblech-Strukturen, die überall im Tal entstanden sind. Oft können dort die Menschen nicht einmal aufrecht stehen und zudem sind diese Bauten im Sommer extrem heiss. An vielen Orten sahen wir zudem auf einer einzigen Struktur viele Symbole von Hilfswerken, als ob die bloß damit beschäftigt sind, ihre Beweise für die Hilfe anzubringen. Auch auf den Bambushäusern von Subechya und Prabighya (die später noch Erwähnung finden) sind am nächsten Tag oft Kleber und Banner von andern Projekten zu sehen. Die beiden haben sich gegen jedes Plakatieren der von ihnen unterstützten Bauten entschieden.

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Bambus auf dem Weg zur Schulen, wo damit neue Klassenzimmer gebaut werden.

Bambushäuser mit Mehrzweck

Die Idee der Bambushäuser stammt von Bharat und wurde mittlerweile von vielen Organisationen kopiert. Wir sahen gute und schlechte Beispiele und lernten über “neuen” und “alten” Bambus.

Im Osten Nepals, in Koshi Tappu betreibt Bharat ein Camp für Vogel-Beobachtungen. Die Dörfer in dieser Region sind zum Grossteil aus Bambus gebaut. Bharat betreibt zudem eine kleine organische Farm in Gundu, am Rande des Kathmandu Tals und dort steht das erste Beispiel der schnell gebauten und erdbebensicheren Bambusstruktur, sein Kuhstall.

Das Projekt von Bharat, Subechya und Prabighya baut den Bewohnern bessere Kuhställe, die sie unterteilen können und die übergangsweise als Notunterkünfte dienen. Diese Strukturen werden von innen mit Lehm versiegelt und sind damit wind- und wetterdicht. Später, wenn die Bewohner wieder in ihre Häuser umziehen können, sind diese Strukturen ideal als Ställe und Speicher. Damit die Strukturen lange halten, haben die Drei Spezialisten aus der Region von Koshi Tappu geholt und stellen sicher, dass nur “alter” Bambus gebraucht wird, da dieser eine viel längere Lebensdauer hat und nicht schimmelt. Neben Wohnhäusern hat das Projekt mittlerweile auch Schulzimmer und Erntespeicher finanziert und gebaut.

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Notunterkunft im Vordergrund. Hinten sieht man das nicht mehr bewohnbare Haupthaus.

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Ehepaar vor der Notunterkunft, die sie jetzt selber weiter einrichten und mit Lehm verputzen.

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Der Lehm wird vorbereitet

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Frauenpower – Subechya und Prabighya

Eines der schönsten Erlebnisse auf unserer Reise war bestimmt die Zusammenarbeit mit den beiden Schwestern Subechya und Prabighya.  Einfach wundervoll, wie die beiden sich für die betroffenen Dörfer und Familien einsetzen. Bis jetzt wurden mit den gesammelten Geldern über 300 Bambushäuser gebaut. Mit Charme und positiver Energie helfen diese zwei jungen Frauen so vielen Menschen, unabhängig von irgendwelchen Organisationen und Institutionen. Sie helfen, weil sie ihr Land lieben. In all dem Elend sind die beiden ein Funken Freude, der ansteckt und die Menschen trotz ihres Leides animiert, an eine gute Zukunft zu glauben.

Die beiden und ihr kleines Team werden zudem von ihren Familien unterstützt und sind deshalb selber nicht auf irgendwelche Finanzen aus unseren Spenden angewiesen. Somit sind die gesammelten Gelder alle direkt in die Projekte investiert worden.

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Bharat der Mann im Hintergrund

Bharat ist seit 1991 mit mir befreundet. Er ist der Vater und Beistand von Subechya und Prabighya.  Bharat ist Aktivist und war Initiator, dass endlich die 500 Tonnen Müll aus dem Everest Basecamp runtergeschleppt wurden. Heute dürfen die Expeditionen keinen Müll mehr liegen lassen, was früher mit einer Selbstverständlichkeit getan wurde, denn schließlich konnten die Expeditionen so viel Geld sparen. Er ist auch maßgeblich daran beteiligt, dass in Kathmandu offiziell in den Läden keine Plastiktüten mehr abgegeben werden dürfen. Diese Regel ging leider in den Medien unter, da diese kurz vor dem Beben in Kraft gesetzt wurde.

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Wo wir helfen

Gundu

Gundu liegt am Rande das Kathmandutales in der Nähe von Bhaktapur. Hier hat das Beben sehr viele Häuser unbewohnbar gemacht. Hier wurde vor allem Privatpersonen geholfen die ihre Häuser nicht mehr bewohnen können. Zudem kommt ein Projekt in Gang, einer Schule zu helfen, neue Klassenräume zu bauen, da diese zum Teil nicht mehr brauchbar sind. Gundu hat den großen Vorteil, dass die Bauern auf Einzelhöfen wohnen und wir neben den zerstörten Häusern die Notunterkünfte bauen konnten. Meist können deshalb auch die sanitären Anlagen und die Wasserversorgung weiter benutzt werden.

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Bungamati und Khokana – beides Vororte von Kathmandu. 

In beiden Fällen haben wir im Vergleich zu Gundu ein Platzproblem. Die Bauern hier leben nicht wie in Gundu auf Einzelhöfen, sondern mitten im Dorf und bewirtschaften die Felder außerhalb. Das größte Problem hier sind deshalb auch die sanitären Anlagen und die Wasserversorgung.

Ein weiteres Projekt ist eine Nothilfe an einer Schule, bei der immer noch Klassenzimmer benutzt werden die strukturell gefährlich sind. In den letzten Tagen sind hier neue Klassenzimmer entstanden.

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Der rote Punkt auf dem Gebäude sagt, dass das Haus nicht sicher ist und trotzdem wird hier weiter unterrichtet.

Eine Zusammenfassung

Nachträglich haben wir lange mit unseren nepalesischen Freunden über das Wesen der “Hilfe” diskutiert. Ganz klar brauchte es in vielen Fällen eine Soforthilfe, genau wir bei uns bei Unfällen, Unwettern, etc. Diese Soforthilfe ist nötig, damit Menschen überleben und an einen Neuanfang denken können.

Wir möchten an dieser Stelle auch gerne noch einmal allen danken, die uns unterstützt haben. Das Projekt geht übrigens noch ein paar Monate weiter und wir möchten noch an ein paar weiteren Orten helfen. Es fehlt vielerorts an sicheren Klassenzimmern. Im Dezember wird es kalt und da ist ein Unterrichten im Freien nicht mehr möglich. Unsere Bambushäuser können mit wenig Aufwand wind- und wetterdicht gemacht werden und nötigenfalls halten diese Strukturen mehr als 10 Jahre. Bis dann sollten hoffentlich an den meisten Orten neue Schulen entstanden sein.

Die Frage ist, was kommt nachher? Ein Land wie Nepal, das zu den ärmsten der Welt zählt, ist seit den Anfängen der so genannten Entwicklungshilfe zum Opfer der Korruption degradiert worden. Viele der grossen Hilfswerke tun ihren Teil dazu, denn sie verpflichten sich, ihre Gelder nachweislich auszugeben. Wir sprachen mit ein paar der großen Hotels in Kathmandu, die auf Grund der Beben fast leer stehen. Die einzigen Kunden sind die internationalen Hilfswerke. Die Parkplätze vor den Hotels sind voll mit riesigen 4X4 Fahrzeugen mit “Save the children”, UNESCO, etc Aufschriften.

Was laut der Hoteliers nicht passiert, ist eine mediale Berichterstattung zur Dokumentation der Fortschritte. Die Journalisten haben 2 Wochen nach den ersten “Horrorstories” das Land verlassen, auf der Suche nach neuen Negativsensationen. Was dem Land fehlt sind Berichte, dass die Infrastruktur zum großen Teil intakt ist, dass das Land wieder gefahrlos besucht werden kann. Der von uns besuchte Westen des Landes ist nie von den Beben betroffen gewesen, so auch der Süden. Die Nationalparks sind intakt und können gefahrlos besucht werden. Selbst das Everest Gebiet, das im Zentrum des zweiten großen Bebens war kann ohne große Probleme besucht werden. Auch der Kodari Highway, der Nepal mit Tibet verbindet, ist wieder offen. Natürlich gibt es Gebiete wie der Langtang, wo ein ganzes Dorf von einer Lawine verschüttet wurde, die länger brauchen bis sie wieder Besucher empfangen können.

Es ist auch so, dass im Kathmandutal einige der wichtigsten Monumente Schaden genommen haben und Besucher vor allem dort die Gewalt der Katastrophe am deutlichsten nachvollziehen können. Ja, Nepal hat die gewaltige Macht der Natur zu spüren bekommen und viele Menschen sind dabei gestorben und noch mehr wurden dadurch obdachlos. Und doch war es kein Krieg, der das Land im Elend versinken lässt, es war eine Demonstration der Natur. Diese Kraft hat sich nun zurück gezogen und das Land ist wieder sicher wie zuvor.

Wir finden, dass ein Besuch des Landes jetzt die beste Hilfe ist, die Nepal braucht. Besuche von Touristen stärken den Selbstrespekt des Landes und der Menschen dort. Ein Besuch eliminiert auch die Möglichkeit, dass Ihr Geld in die Korruption fließt. Sie erhalten einen Gegenwert und stärken damit den Wiederaufbau des Landes. Wenn es eine sekundäre Hilfe gibt, die das Land jetzt braucht, dann sind es viele Besucher. Diese werden auch den nötigen Druck auf die Regierung ausüben, die Monumente wieder aufzubauen und sie erhalten damit Arbeitsplätze. Mit einem Besuch würde “Travel helps travel” in seiner Essenz realisiert.

The backwaters

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The Backwaters
Lounging on a deck chair, moving gently, immersed in a rippling , scented silence. Can there be better ways to explore a new world than this? Once, these houseboats were barges, transporting rice along the large and intricate network of lakes and canals that cover the central part of the state of Kerala.

Around the expanse of Lake Vembanad, the backwaters of Kerala are a unique and fragile-ecosystem unlike any other in the world. Enveloping the port towns of Alleppey and Quilon on one end, they stretch like a patchwork quilt clear across the state, up to Calicut in the North. Some are no wider than an arm span, navigable only by canoe. Others are dual carriageways, deep and rippling, sometimes broadening out into vast misty lakes, sometimes curling into twisting worm turns, hemmed by paddy fields and fed by a thousand fat streams from the high ranges of the Spice Mountains to the East.

Experience Tip
To really enjoy the backwaters we suggest at least a 2 night stay on the house boat. Not only can you really get the feel of the cruise, but you will also be able to visit temples, churches and villages on the way, or take a leisurely stroll into the lush and green paddy fields. The boatmen will stop on the way to show you the various trades of the area, like Coconut Farms, Coir spinning and other typical small enterprises.

As an added benefit you will also leave the one night trails of most of the boats, which makes the experience calmer and richer.

For an undiluted and unforgettable experience, please have a look at: http://www.cghearth.com/spice-coast-cruises